Sehr geehrter Herr Regierungspräsident

Die Grünen Wohlen nehmen den unaufhaltsamen  Zustrom von Asylsuchenden und deren Tra­gö­dien mit tiefer Betroffenheit zur Kenntnis. Die Hintergründe für eine Flucht oder Migration sind vielfältig und keiner von uns möchte die Erfahrungen dieser Menschen in Not machen: Kriege zer­stören Leben und der Glaube an die Zukunft. Nach dem beschwerlichen Fluchtweg und für uns un­vorstellbaren Strapazen treffen diese Menschen in ihrem Leidensweg hier in der Schweiz ein und sollten als erstes Mal willkommen geheissen werden.

Die Asylsuchende haben das Recht, human behandelt zu werden, dies ist mit der Unterbringung in unterirdischen Zivilschutzanlagen hingegen nicht gegeben. Wir bitten deshalb den Regierungsrat, auf die von der Gemeinde Wohlen vorgeschlagene Alternative nach oberirdischen Unterkünften einzugehen und  die Untertagbringung von Asylsuchenden im ganzen Kanton zu unterlassen.

Damit der Begriff HUMANITÄR  nicht zu einer Farce wird, bitten wir  Sie, die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, dies auch mit Hilfe von anderen Institu­tionen, damit diese Menschen in Not eine echte Möglichkeit bekommen, in der Schweiz an­zu­kom­men und ihr Trauma zu verarbeiten. So dass sie eines Tages,  mit Hilfe der Schweizer und eu­ro­päi­schen Interventionen, wieder in ihren angestammten Heimatländer zurückreisen können.

Offener Brief an den Regierungspräsidenten

Kanton Bern Medienmitteilung Regierungsrat:
Zusätzliche Unterkünfte für Asylsuchende